Heute werde ich euch von meiner aufregenden und spannenden Reise durch Ecuador berichten. Ich erzaehle euch von Viehmaerkten, Vulkankratern, Kletterstunden, Erlebnissen am Aequator und in luftigen Hoehen...
Nach einer ausgiebigen Abschiedsfeier am Samstag, den 27.2. mit Aguardiente, Salsa und lustigen Spielen bei mir in der Unterkunft, ueberquerten Klaus und ich am 3.3. die ecuadorianische Grenze und unser erstes Ziel war sodann OTAVALO.
Der Markt in Otavalo ist einer der bekanntesten und groessten in Ecuador
unser Hostel in Otavalo mit gemuetlichem Innenhof
Reisen ohne Uhr - ein Genuss :-)
Unser naechstes Ziel: QUITO, die Hauptstadt Ecuadors
der Praesidentenpalast (mit Demo davor)
Ausblick auf Quito
Klaus bekocht mich im Hostel in Quito

vielversprechender Blick von der Terrasse auf den Cotopaxi (5.897m hoch - im Hintergund mit der Schneekuppel), einer der hoechsten noch aktiven Vulkane. "Cotopaxi" ist uebrigens Quichua (Sprache der indigenen Bevoelkerung Ecuadors - war schon die Sprache der Inka!) und bedeutet "Thron des Mondes" 
Ausflug zur "Mitad del Mundo", die Mitte der Welt (der rote Strich ist der Aequator)


wer kann von sich behaupten, mit einem Fuss auf der noerdlichen und mit dem anderen auf der suedlichen Halbkugel gestanden zu haben???



bin auf der grossen Wand bis ganz rauf geklettert, war ganz schoen hoch, ich sags euch, aber ein super Erlebnis, Adrenalin pur!


Naja, letztendlich haben Klaus und ich dann doch beschlossen weiterzuziehen und fuhren sodann nach LATACUNGA, eine kleine Stadt suedlich von Quito, um dort zu wandern, trekken und so manch anderen Sport zu betreiben, aber seht selbst!!

Wanderung am Quilotoa See (Laguna Quilotoa), ein Vulkankrater, hoechster Punkt: 3.900m - atem(be)raubend :-)



suesse Lamas am Seeufer

meine Begleitung zum Quilotoa See: Chris, ein Armi, der mit seinem Motorrad unterwegs nach Chile ist, und Jolien, eine ganz liebe Hollaenderin

Donnerstag: Ausflug zum beruehmten Donnerstags-Markt in Saqusilí und dann gings weiter zum Cotopaxi... dazu aber gleich mehr! Am Donnerstag kommen alle Indigenas aus der Umgebung in Saqusilí zusammen um Tiere, Koerbe, Fruechte usw zu kaufen und verkaufen. 
Schnuere und Leinen zu verkaufen

Viehmarkt

Schafmarkt



Obstmarkt


das Hostel in Quito war auch sehr gemuetlich wie man sieht, dort haben wir viele nette Leute kennengelernt und unsere Weiterreise Tag fuer Tag verschoben, weil wir nicht weg wollten
vielversprechender Blick von der Terrasse auf den Cotopaxi (5.897m hoch - im Hintergund mit der Schneekuppel), einer der hoechsten noch aktiven Vulkane. "Cotopaxi" ist uebrigens Quichua (Sprache der indigenen Bevoelkerung Ecuadors - war schon die Sprache der Inka!) und bedeutet "Thron des Mondes"
Ausflug zur "Mitad del Mundo", die Mitte der Welt (der rote Strich ist der Aequator)
wer kann von sich behaupten, mit einem Fuss auf der noerdlichen und mit dem anderen auf der suedlichen Halbkugel gestanden zu haben???
beim Klettern mit Klaus, Teresa und Ralf in Quito
Ralf - der Kletterspezialist - gibt mir hier grad Anweisungen wie ich wieder runterkomme :-)
bin auf der grossen Wand bis ganz rauf geklettert, war ganz schoen hoch, ich sags euch, aber ein super Erlebnis, Adrenalin pur!
Naja, letztendlich haben Klaus und ich dann doch beschlossen weiterzuziehen und fuhren sodann nach LATACUNGA, eine kleine Stadt suedlich von Quito, um dort zu wandern, trekken und so manch anderen Sport zu betreiben, aber seht selbst!!
am Hauptplatz
Wanderung am Quilotoa See (Laguna Quilotoa), ein Vulkankrater, hoechster Punkt: 3.900m - atem(be)raubend :-)
suesse Lamas am Seeufer
meine Begleitung zum Quilotoa See: Chris, ein Armi, der mit seinem Motorrad unterwegs nach Chile ist, und Jolien, eine ganz liebe Hollaenderin
Donnerstag: Ausflug zum beruehmten Donnerstags-Markt in Saqusilí und dann gings weiter zum Cotopaxi... dazu aber gleich mehr! Am Donnerstag kommen alle Indigenas aus der Umgebung in Saqusilí zusammen um Tiere, Koerbe, Fruechte usw zu kaufen und verkaufen.
mmhh, lecker, da kriagt ma direkt an Gusta, ned??
Schnuere und Leinen zu verkaufen
Viehmarkt
Schafmarkt
Obstmarkt
hat schon mal wer ROTE Bananen gesehen?!

mmhh... was war das nochmal... irgendetwas Suesses, dass man in den Saft gibt...

mmhh... lecker, Huehnchen um 10 Uhr morgens

und gleich nochmal

indigene Frau beim Herstellen von Messern

Geschafft! Wir gingen bis zum Beginn des Gletschers
zurueck im Hostel in Latacunga; dort verbrachten wir die Abende mit Chris, Bridger (im Bild links) und Charlie (rechts), Freunde von Chris, die auch mit dem Motorrad unterwegs sind (gerade beim Besprechen der weiteren Route)

Puenktlich zum Wochenende gings dann weiter in den Sueden nach Baños, zum Erholen und natuerlich zum Feiern!!

Natuerlich haben wir nicht nur gefeiert, Klaus und ich unternahmen auch einen Ausflug zu den zahlreichen Wasserfaellen in Baños' Umgebung und zwar in einem der beruehmten Chiva-Busse (die ich euch 2008 von Kolumbien als Souvenir mitgebracht habe)
mmhh... was war das nochmal... irgendetwas Suesses, dass man in den Saft gibt...
mmhh... lecker, Huehnchen um 10 Uhr morgens
und gleich nochmal
indigene Frau beim Herstellen von Messern
Jolien und ich auf Hoehe der Huette - Refugio (4.800m)
Geschafft! Wir gingen bis zum Beginn des Gletschers
der Typ in Weiss war unser Guide Diego, die beiden anderen Herren zwei Peruaner, die mit uns raufgingen
zurueck im Hostel in Latacunga; dort verbrachten wir die Abende mit Chris, Bridger (im Bild links) und Charlie (rechts), Freunde von Chris, die auch mit dem Motorrad unterwegs sind (gerade beim Besprechen der weiteren Route)
Puenktlich zum Wochenende gings dann weiter in den Sueden nach Baños, zum Erholen und natuerlich zum Feiern!!
Natuerlich haben wir nicht nur gefeiert, Klaus und ich unternahmen auch einen Ausflug zu den zahlreichen Wasserfaellen in Baños' Umgebung und zwar in einem der beruehmten Chiva-Busse (die ich euch 2008 von Kolumbien als Souvenir mitgebracht habe)
Klaus und ich
leckerer Mittagssnack: gekochte Banane mit Kaese
Baños war wirklich sehr nett, entspannend und gleichzeitig auch massgeblich fuer das, was dann auf mich zukam... Waehrend des gesamten Wochenendes hat mich der Gedanke an den Cotopaxi und dessen Gipfel bzw. Krater nicht mehr losgelassen. Zufaellig traf ich dann einen sehr netten Armie, Tyler, der vorhatte bis ganz rauf zu gehen und noch Begleitung suchte. Kurzerhand beschloss ich also, alleine wieder zurueck nach Latacunga zu fahren und den Aufstieg mit Ty (und natuerlich mit einem Guide) zu versuchen, irgendwie spuerte ich, dass ich das machen musste, der Gedanke liess mich nicht mehr los, und ich spuerte ausserdem auch eine Sicherheit, dass ich es schaffen kann.
Am Montag, den 15.3. um 10 Uhr morgens gings also los mit dem Abenteuer. Zuerst wanderten wir wieder zur Huette auf 4.800m, assen dort zu Mittag um dann am Nachmittag wieder bis zum Gletscher zu wandern, um dort das Gehen mit Steigeisen und Pickel zu ueben.
Ty und ich, da wussten wir noch nicht, auf was wir uns da eingelassen hatten, da lachten wir noch...
beim Ueben mit dem Steigeisen
unser super Guide Sergio - ohne ihn haetten wir es niemals geschafft, er war einfach spitze, hilfsbereit und motivierend
Am Abend gings dann zurueck zur Huette, wo uns Abendessen serviert wurde und Ty und ich uns mit Cocatee zudroehnten (der hilft gegen die Hoehenkrankheit). Um 19 Uhr gings dann in voller Montur und drei Paar Socken ins "Bett" (besser gesagt in den Schlafsack). Wir machten die ganze Nacht kein Auge zu, die Hoehe machte uns doch ziemlich zu schaffen, ausserdem war es saukalt in der Huette.
mein Gluecksbringer Charlie, der mit mir da raufging
Charlie beim Teetrinken
Um Mitternacht gings dann los, es wurde ernst, wir fruehstueckten, zogen uns an, legten die Ausruestung an und machten uns unter einem atemberaubenden Sternenhimmel und mit einer Wahnsinns-Sicht auf Quito los, um den Vulkan zu besteigen.
Bis 5.400m war es der reinste Horror. Ich fuehlte mich schrecklich, dachte jeden Moment, dass ich mich uebergeben muesste und konnte kaum meine Fuesse heben. Ty gings auch so, bin ich im Nachhinein draufgekommen, aber wir waren beide zu freundlich dem anderen zu sagen, dass wir nicht mehr konnten, also gingen wir einfach weiter, wie Maschinen, ein Schritt nach dem anderen, angeknotet am Seil, verbunden mit dem Guide... (zur Info: wenn einer der Gruppe aufgibt, dann muss naemlich die ganze Gruppe umkehren!). Die Luft war duenn, ich dachte ich atme durch einen Strohhalm und saukalt war es sowieso. Auf 5.400m Hoehe trafen wir dann die andere Gruppe, die ebenfalls die Nacht in der Huette hatte verbracht und ein bisschen frueher losgegangen waren als wir. Die hatten es bis 5.600m geschafft und kehrten dann um, weil sie nicht mehr konnten. Das war mein Schluesselerlebnis. Unser Guide erklaerte unsn, dass diese Gruppe viel zu schnell unterwegs war, deshalb machten alle schlapp. Auf einmal wurde mir bewusst, wie gut unser Guide war und ich bekam ploetzlich einen Energieschub und die Sicherheit, dass wir es schaffen koennen. Es wurde dann auch etwas leichter, die letzten 100m waren dann aber noch einmal sehr hart. Wir gingen sehr langsam, machten alle 10 min Pausen, mit hinsetzen, tief ein- und ausatmen und Cocatee oder Gatorade trinken. Nicht zu vergessen die zahlreichen Minipausen alle 3 min, wenn ich nicht mehr konnte, "Stop" schrie und mitten am Weg stehenblieb, weil ich keine Luft mehr bekam. Ty erzaehlte mir im Nachhinein, dass ich gscheiterweise immer dort stehenblieb, wos fuer mich am besten war, da er aber hinter mir ging, blieb er immer am steilsten Teil haengen und suchte nach Halt, hihi!!!
Hier ein paar Eindruecke:
beim Aufstieg
so steil wie man hier auf dem Foto sieht, war es die ganze Zeit, manchmal sogar noch viel steiler
Aber dann war es soweit: nach 7 Stunden Aufstieg erreichten wir den Krater, 5.897m! Im ersten Augeblick waren wir viel zu geschafft um irgendetwas zu realisieren, ausserdem war ueberall unter uns Nebel, sodass wir rein gar nichts sahen, doch 2 min spaeter verzog sich der Nebel wie auf unser Kommando und sichtbar wurde der rauchende Krater des Cotopaxi, ein Bild, das ich niemals vergessen werde, einfach unbeschreiblich! Wir sanken uns in die Arme und liessen unzaehlige Freudenschreie los, ich fing sogar zu jodeln an (naja, sofern man das "jodeln" nennen kann, aber der Armie und der Ecuadorianer kennen da den Unterscheid eh nicht, hihi). Es waren auf jeden Fall Gefuehle und Freude pur, nach dem harten Aufstieg. Ich bin echt stolz auf mich, dass ich das geschafft habe, es war das haerteste, dass ich in meinem ganzen Leben jemals gemacht habe :-)
Sergio, Charlie und ich, hinter uns der Krater
mein Lieblingsbild
ueber den Wolken mit Ty
nach dem Abstieg - Ty und ich waren zum Wegschmeissen
Nach dieser Herausforderung habe ich einen Ruhetag eingelegt und fast 12 Stunden durchgeschlafen, meine Zehen taten weh, ich spuerte alle meine Muskeln auf eimal und ich war hundemuede. Danach machte ich mich auf den Rueckweg nach Kolumbien, wo ich heute Vormittag ankam, da von Montag bis Freitag in Cali die Feier der 500. Eroeffnung (weltweit) des Kinderdorfes stattfindet und sich ein deutscher Journalist angekuendigt hat, der kein Spanisch spricht. Alvaro - mein Chef - hat mich gebeten nach Cali mitzufliegen um mich um den Journalisten "zu kuemmern", jajaja, nicht das, was ihr denkt :-) es geht um Uebersetzungen und ihn wichtigen Leuten vorstellen, wie zum Beispiel dem Direktor von SOS Kinderdorf International oder dem Direktor von Lateinamerika. Wird sicher eine tolle Herausfoerderung. Am Freitag (26.3.) fliege ich dann wieder zurueck nach Bogotá um dort mein letztes Wochenende zu verbringen und am Dienstag, den 30.3. geht dann mein Flug heimwaerts.
Wenn ich nun zurueckblicke auf meine Zeit in Kolumbien und in Ecuador dann kommen viele Emotionen hoch. Zum einen freue ich mich nun schon wirklich sehr auf daheim, auf meine Familie und auf meine Freunde, auf gutes Essen à la Schweinsbraten von der Oma, auf ein paar Glaeser Martini mit meinen Freunden und auf Tommy und Nicci, meine zwei Katzen. Gleichzeitig habe ich hier so viele liebe Menschen kennengelernt und es faellt mir schwer, jetzt von hier abzureisen. Ich hatte sehr viele emotionale, lustige und denkwuerdige Momente, an die ich mich immer erinnern werde, gleichzeitig habe ich im Zuge dieser Reise erkannt, was in meinem Leben wichtig fuer mich ist, habe viele Entscheidungen getroffen und gesehen, dass ich alles schaffen kann, was ich wirklich will... Also werde ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge nach Hause kommen.
Ich hoffe, meine Geschichten haben euch gefallen und ich konnte euch ungefaehr vermitteln, wie es mir immer so ging, was ich erlebt habe und wie wichtig diese Reise fuer mich war/ist.
Wenn ich Zeit finde werde ich noch einmal hier posten um euch zu erzaehlen, wie es in Cali war, ansonsten gibts dann diese Geschichte, wenn ich wieder daheim bin. Freue mich recht auf euch alle und auf ein aufregendes Wiedersehen!
Bis bald und ganz viele Bussis!!

hola! wow!!!!!!! hatte erst jetzt mehr zeit wieder mal in deinen blogs zu lesen. wahnsinn was du alles erlebst! und wie schön das alles klingt und aussieht, da möcht ich gleich wieder fort und muss an peru denken! trotzdem freu ich mich schon sehr, wenn du endlich wieder da bist! suerte! christina
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